Wahl


Digitalisierung

In digitalen Zeiten sind Anwesenheitspflichten von vorgestern. Das Gegenteil ist angebracht: Mehr Aufzeichnungen von Vorlesungen, damit du frei entscheiden kannst, wann, wo und wie du lernst. Ganz egal, ob im Hörsaal oder im Bett. Um dieses digitale Angebot zu fördern, setzen wir uns für eine Ergänzung des Lehrpreises um eine dritte Kategorie „bestes digitales Angebot“ ein. 

Corona hat die Digitalisierung der Lehre zwangsweise vorangebracht. Für uns kann es nach Corona keine Rückkehr zum alten Status Quo geben. Wir fordern eine kritische Auseinandersetzung mit den Online-Semestern, eine Verbesserung und Fortführung von Online-Lehre, da wo sie sinnvoll ist und eine schnelle Rückkehr in die Präsenz, überall wo sie möglich ist. Durch diese hybride Lehre, wird den Studierenden akademische Freiheit gewährt. 

Auch bei der bestehenden Infrastruktur muss die RWTH besser werden: eduroam funktioniert in diversen Hörsälen, zum Beispiel im Uniklinikum oder im Audimax, gerade bei großen Erstsemester-Vorlesungen, nicht oder nur sehr mangelhaft. Auch sind während Corona fehlende digitale Kapazitäten z.B. bei moodle ersichtlich geworden. Wir setzen uns daher für einen Ausbau der technischen Infrastruktur ein.  

Digitale Lehre benötigt digitale Kompetenzen: Wir fordern zusätzliche Angebote der Fortbildung für Dozierende und Studierende, damit man nicht mehr übersteuerte VODs hören oder 3GB Videos runterladen muss.  

Lehre

 

Die Bibliothek hat schon geschlossen, aber du willst noch deine Abgabe oder Hausarbeit fertig schreiben? Wir finden deshalb: Die Bibliothek und zentrale Lernräume sollten längere Öffnungszeiten haben, im besten Fall durchgängig geöffnet sein, damit du zu deinen präferierten Uhrzeiten flexibel lernen kannst. Zusätzlich setzen wir uns für mehr und mit der BlueCard nutzbare Schließfächer ein. 

Du fühlst dich für eine Klausur nicht angemessen vorbereitet und möchtest dich noch abmelden, doch die Frist ist bereits abgelaufen. Gerade Corona hat gezeigt, wie gut sich der spätere Rücktritt von einer Klausur  auf Studierende ausgewirkt hat. Das große Abmelden und Klausurenschieben fand nicht statt – stattdessen konnten sich Studierende auf den Lernstoff konzentrieren und müssen nicht mit sich hadern, ob sie die Klausur überhaupt schreiben wollen. Daher setzen wir uns dafür ein, dass weiterhin die Abmeldung bis fünf Minuten vor der Klausur möglich bleibt. 

Interdisziplinarität ist in Forschung und Lehre ist ein wertvolles Gut, daher setzen wir uns für einen Ausbau des Projekts Leonardo ein und eine bessere Anrechenbarkeit studiengangsübergreifender Inhalte ein um es Dir zu ermöglichen deinen persönlichen Interessen im Studium ein noch stärkeres Gewicht zu geben. 

Häufig erscheint eine Evaluation von Veranstaltungen erst nach der Klausur sinnvoll. Wir setzen uns dafür ein, dass Evaluationen bestmöglich online zusätzlich nach den Klausuren stattfinden. In die Bewertung sollen dabei nicht nur der Lehrende und die Veranstaltung, sondern auch die Aufbereitung und Qualität der Lernmaterialien im Lernraum eingehen.  

Schon länger nicht mehr in den Semesterferien frei gehabt? Wir finden, dass die RWTH – genauso wie es auch schon an anderen Universitäten praktiziert wird – zu fest definierten Zeitpunkten vollwertige Semesterferien ohne Prüfungen einführen soll.  

Förderung von Makerspaces zur Förderung von kreativen Ideen: Wir sind der Ansicht, dass eine Universität wie die RWTH, welche im Exzellenzwettbewerb steht, auch exzellente Angebote für die Weiterentwicklung ihrer Studierenden braucht. Makerspaces, eine Form der modernen Bastelräume, welche unter anderem mit 3D Druckern und Werkzeug ausgestattet sind, schaffen dafür die richtige Atmosphäre, damit interessierte Studierende ihre Ideen auch umsetzen und sich mit Gleichgesinnten vernetzen können.   

Hochschulsport  

Für ein faireres Anmeldeverfahren im Hochschulsport, jeder kennt das Problem: Bei der Buchung der Sportkurse hast du oft keine Zeit oder der Server ist überlastet, sodass dein favorisierter Sportkurs bereits ausgebucht ist. Daher fordern wir eine Vergabe der Sportkurse nach Losverfahren (wie beim Sprachenzentrum), unter Berücksichtigung der vergangenen Vergaberunden.  

Du bist unentschlossen, welchen Sportkurs du wählen willst? Mit einer Schnupperkarte würde Dir die Entscheidung leichter fallen. Wir setzen uns deshalb für die Einführung einer Schnupperkarte für verschiedene, beliebte Sportarten ein. Somit findest du den Sportkurs, der zu Dir passt. Dabei wollen wir uns verstärkt auch für inklusive Angebote einsetzen – etwa Rollstuhlbasketball. Um diesen Bedarf festzustellen, wäre eine Befragung und Evaluation der Studierenden zum Hochschulsportangebot sinnvoll. 

Mittlerweile ist eSport nicht mehr wegzudenken – und das wollen wir auch gar nicht. Im Gegenteil, wir setzen uns dafür ein, dass eSport im Angebot des Hochschulsports eingebunden wird und ein Bedarf per Befragung festgestellt werden kann. 

Mobilität

Als Liberale Hochschulgruppe setzen wir uns für die Verbesserung der Mobilitätsmöglichkeiten für alle Studierende unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel ein. Mit unserer Unterstützung konnte der ehemalige AStA die Fahrradwerkstatt in die Schmachtenburg verlegen und somit deren Fortbestehen sicherstellen.  

Für die Verbesserung des Radverkehrs fordern wir einen Ausbau der Fahrradabstellplätze an den Hochschulgebäuden, überdacht und überwacht, um Komfort und Sicherheit zu steigern sowie Fahrradpumpen an zentralen Stellen im Campus. Neben dem Rad soll auch die Erreichbarkeit mit dem PKW sichergestellt werden und die bestehenden Parkplätze zu Studentenpreisen für euch zur Verfügung stehen.  

Der wichtigste Baustein der studentischen Mobilität bleibt für die meisten der öffentliche Nahverkehr. Ein günstiges Mobilitätsangebot für Ostbelgien soll geprüft werden. Wir setzen uns dafür ein, dass langfristig der Studierendenausweis und das Semesterticket in einer Karte zusammengefasst werden. Zudem soll das Semesterticket schnellstmöglich auch als Handyticket verfügbar sein, so vermeidest du unnötige Kosten, wenn du dein Ticket mal nicht zur Hand hast.  

Die Barrierefreiheit zu universitären Gebäuden sollte Standard sein. Wir setzen uns dafür ein, dass jeder Studierender autonom seinen Hörsaal erreichen kann. 

 

Mensa und Wohnheime 

Mit Freunden in die Mensa gehen und Mitgebrachtes essen geht nicht? Wir fordern, dass der Verzehr mitgebrachter Speisen erlaubt wird und Mikrowellen zur Verfügung stehen. Ziel bleibt es darüber hinaus, dass das Mensa-Angebot für alle Studierenden attraktiv ist. Daher setzen wir uns weiter für ein breiteres Angebot ein, das mehr vegetarische und vegane Speisen umfasst.  

Da die Mensa Vita massiv an ihre Kapazitätsgrenze stößt, sehen wir es als notwendig an, eine zweite Mensa auf dem Campus Melaten zu errichten. Hier ist das Studierendenwerk gefordert. Erforderlich ist auch ein Ersatz des Angebots aus dem geschlossenen C-Caffés zu ähnlichen Preisen.  

Ebenso liegen die Wohnheime in der Verantwortung des Studierendenwerks. Wir begrüßen, dass notwendige Sanierungen jetzt angegangen werden. Zur Wahrung eurer Interessen sollen diese in enger Kommunikation mit Wohnheimsräten umgesetzt werden.  

Außerdem sind Parkplätze an den Wohnheimen des Studierendenwerks verhältnismäßig teuer. Dadurch ist es vielen Studierenden nicht möglich sich einen Parkplatz zu sichern. Wir wollen uns für eine faire Bepreisung einsetzen. 

Finanzen

Wichtig für uns Liberale ist eine solide Finanzpolitik im AStA. Mit uns wird es keine undurchdachten Beitragserhöhungen geben, stattdessen stehen wir für verantwortlichen Umgang mit deinem Geld und einen fairen Semesterbeitrag. Die Coronamaßnahmen haben sich auch beim Beitrag geäußert und der AStA hat höhere Zuflüsse zu verzeichnen. Wir haben uns in den letzten zwei Jahren erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Beitragserhöhungen nicht noch größer ausfallen – und das aus der Opposition. Darauf sind wir stolz und werden das auch in Zukunft so handhaben. Unsere Herangehensweise ist insbesondere, dass Kostensteigerungen zuerst mit internen Sparmaßnahmen abgefangen werden sollen, bevor sie allen Studierenden zur Last fallen. 

Corona

Mental Health matters – Aufgrund von Corona ist der Bedarf des Ausbaus für psychologische Beratung noch einmal verdeutlicht worden. Die soziale Isolation und finanzielle Notlage, bei einem gleich geblieben Leistungsdruck, hat die psychische Situation vieler Studierender in der Pandemie. Wir fordern, dass die psychologische Beratung an der RWTH ausgebaut wird und somit mehr Plätze für Erstberatungen für Studierende entstehen. Wir treten der Stigmatisierung mentaler Beeinträchtigungen entgegen. Zudem setzen wir uns dafür ein, dass Mentoringprogramm an den Fakultäten weiterzuführen bzw. wieder einzurichten. Die ausgelaufenen Mittel aus der Landesförderung sollen durch die RWTH bereitgestellt werden. 

Wir als Liberale Hochschulgruppe setzen uns für eine möglichst vielseitige Präsenzkultur ein, sobald es die Pandemie erlaubt. Damit das aktive Studentenleben aufleben und sich jeder wieder besser mit seinen Kommilitonen vernetzen kann. Wir setzen uns für Konzepte ein, die sicher und vielseitig sind. 

Ein weiterer wichtiger Punkt für den wir uns einsetzen, ist die Planbarkeit von Klausuren – Viele Klausuren wurden zwei Tage vorher abgesagt oder wiederholt verschoben. Wir finden, dass das die Leistungsbereitschaft eines jeden Studierenden überstrapaziert. Daher fordern wir klare Absprachen der Hochschule und Konzepte der Dozierenden für ihre Prüfungen.

Nachhaltigkeit

Wir sind der Meinung, dass die RWTH in Sachen Klima- und Umweltschutz aufrüsten muss. Etwa durch die Digitalisierung von Hausarbeiten, um unnötigen Papierverbrauch zu reduzieren.  

Daher setzen wir uns auch für eine Begrünung der universitären Freiflächen ein. Dies trägt nicht zuletzt zu einer besseren Atmosphäre bei. Entsprechend soll für alle universitären Flächen geprüft werden, ob sie sinnvoll begrünbar sind. 

Bei Aus- und Umbauten von Gebäuden fordern wir, dass Energieeffizienz und Nachhaltigkeit stark berücksichtigt werden.

Verpflichtende Modul in jedem Studienplan mit dem Thema “Nachhaltigkeit” lehnen wir jedoch als Eingriff in die Freiheit von Studium, Forschung und Lehre ab