Datenschutz


Datenschutz ist in aller Munde

Man sollte meinen, dass vor dem Hintergrund der NSA-Affäre sämtliche Systeme mit benutzerbezogenen Daten an einer technischen Hochschule verschlüsselte Verbindungen nutzen. Dem ist bei Weitem nicht so. Es gibt Übungssysteme, bei denen Nutzername, Matrikelnummer und Passwort gänzlich unverschlüsselt übertragen werden. Und das, obwohl von der korrekten Abgabe evtl. die Zulassung abhängt. Da es weder im Interesse der Studenten noch der RWTH liegt, dass hier Manipulationen (oder auch lediglich schwer nachzuweisende Manipulationsvorwürfe) auftreten, wollen wir als LHG uns dafür einsetzen, dass diese Problematik schnellstmöglich behoben wird und die RWTH auch in Sachen Verschlüsselung mit exzellenten Beispiel vorangeht.

Matrikelnummern gibt es aus gutem Grund. Sie sollen eine anonyme und vorurteilsfreie Behandlung aller Studenten sicherstellen. Deshalb ist es nicht einzusehen, warum Übungsblätter und Klausuren regelmäßig nach Name und Matrikelnummer fragen.

Auch beim neuen Semesterticket lohnt es sich wachsam zu sein: Nach der Onlineumfrage der ASEAG zur Nutzung des Busangebotes durch Studierende, bei der aus unserer Sicht kein wirklich belastbares Ergebnis zu erwarten ist, plant die ASEAG zudem die Einführung von E-Tickets. Da diese Tickets beim Einsteigen registriert werden müssten, ließen sich einerseits detaillierte Daten zur Auslastung einzelner Linien sammeln. Andererseits wäre es theoretisch auch möglich, detaillierte Bewegungsprofile zu erstellen. Wir werden darauf bestehen, dass Daten nur anonymisiert erhoben und ausgewertet werden.

Konkret heißt das:

  • Einsetzen von sicheren Verschlüsselungen in allen Übungssystemen, die Benutzerdaten erfassen

  • Aufklärung, dass die Matrikelnummer als Primärschlüssel zur Identifikation von Klausuren und Übungen ausreicht.

  • Aufnahme einer Klausel in den Vertrag mit der ASEAG, die diese zur Anonymisierung der Bewegungsdaten verpflichtet

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