25.05.2010

Kürzungsvorschläge im Bildungswesen sind eine Katastrophe

Der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen (LHG) kritisiert die Kürzungsvorschläge von Ministerpräsident Koch und anderen stark. Der Bundesvorsitzende des LHG, Johannes KNEWITZ, hält die Vorschläge für absolut ungeeignet in der Debatte um die Zukunft und die Reformen im deutschen Hochschulsystem: „Es kann nicht sein, dass dieser Staat Milliarden für Schrottautos, Rentengarantien und Sozialstaatsbürokratie in der Krise verpulvert und jetzt kein Geld mehr für die Bildung hat. Bildung ist der wichtigste Faktor, um die Bundesrepublik mittel- und langfristig auf einen erfolgreichen Weg zu bringen. Nur durch gute Bildungsangebote haben wir die Chance, wieder einen funktionierenden Arbeitsmarkt zu erreichen, nur durch echte Chancengerechtigkeit können wir die besten Köpfe finden und ins Studium schicken!“

Zu den Sparvorschlägen im Einzelnen sagte KNEWITZ weiter: „Das BAföG ist wegen steigender Lebenshaltungs- und Studienkosten inzwischen zu niedrig, um einen chancengerechten Zugang zum Studium zu gewährleisten. Deswegen ist die Erhöhung mehr als notwendig! Die Ablehnung dieser Erhöhung wäre ein verheerendes Signal gegen Chancengerechtigkeit, dem wir uns als Liberale klar entgegen stellen. Auch das nationale Stipendienprogramm ist ein wesentlicher Beitrag um die
deutsche Studienfinanzierung chancengerechter und auch leistungsorientierter werden zu lassen! Das jetzt im Bundesrat zu blockieren ist eine Katastrophe und disqualifiziert Koch und Co vollkommen. Bildung darf in Deutschland nicht zur Disposition gestellt werden, nur weil Herr Koch auf Kosten junger Menschen Stimmen bei Rentnern sammeln möchte. Daher fordern wir den hessischen Ministerpräsidenten auf, seine Sparvorschläge fallen zu lassen und seine Zustimmung zu den Vorschlägen der Bundesregierung zu erklären!“