27.10.2009

Studierendenparlament wider jeder Vernunft: Resolution gegen Flaschenverbot in der Pontstraße findet keine Mehrheit in Studierendenparlament

Die von der Liberalen Hochschulgruppe (LHG) in das Studierendenparlament eingebrachte Resolution gegen das sich im Gespräch befindliche Flaschenverbot in der Pontstraße hat keine Mehrheit gefunden.

Das Studierendenparlament der RWTH Aachen entschied sich am Mittwochabend dafür, die von der LHG eingebrachte Resolution gegen ein Flaschenverbot in der Pontstraße nicht anzunehmen. Lediglich 9 von 41 MdSP stimmten der Resolution zu.

„Wir glauben, dass ein Flaschenverbot in der Pontstraße nicht das gewünschte Ziel erreichen wird, weil es lediglich verdrängende Wirkung hat und die Freiheit Aller einschränkt. Da sich das Publikum der Pontstraße zu einem großen Teil aus Studierenden zusammensetzt ist dies damit auch eindeutig ein studentisches Problem“, begründet der Antragssteller Maximilian Slawinski, der selbst in der Pontstraße wohnt, den Antrag zur Resolution.

In den letzten Wochen und Monaten hatte eine Gruppe aus Gastronomiebetreibern und Anwohnern die Einschränkung des Konsums von Getränken auf der Pontstraße gefordert. Dass hier anscheinend auch wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen ist offensichtlich, wenn man beispielsweise die Preise von Cocktails-to-go mit denen in einer Bar vergleicht.

Die Attraktivität und kulturelle Vielfalt Aachens muss, nicht nur im Interesse von Studenten, sondern auch im Interesse aller Aachener Bürger geschützt werden. Die Pontstraße ist das Herz der Freizeitgestaltung junger Aachener.

Deshalb bedauern wir es sehr, dass der Antrag keine Mehrheit gefunden hat. Man kann nur hoffen, dass das Thema auch ohne den Druck des Studierendenparlaments möglichst schnell vom Tisch kommt. Die LHG wird für euch am Ball bleiben.