13.05.2009

Eklat im Studentenwerk: Verwaltungsrat Vorsitzender Fricke steigt aus

Der Vorsitzende des Studentenwerk Verwaltungsrates ist am Montag von seinem Amt zurückgetreten. Wie auch die Aachener Zeitung in ihrer Online-Ausgabe berichtet sah es Herr Dr. Fricke nicht weiter als seine Aufgabe, „dem Geschäftsführer Dirk Reitz den Rücken freizuhalten, wenn er sich nicht bemüht, auf die Wünsche der Studentenvertreter einzugehen“.

Hintergrund ist unter Anderem, dass das Studentenwerk nach wie vor keine Zahlen zu den Cafeterien zur Verfügung stellt, mit denen eine wirtschaftliche Tendenz abgeschätzt werden könnte und den Verwaltungsrat hinhält, andererseits aber Rückendeckung erwartet, wenn mal wieder Budgets überschritten werden.

So hat das Cafe im SuperC (wurde für 180.000 Euro eingerichtet!) vor allem deswegen in den Morgenstunden viele Kunden, weil das Frühstücksangebot im 50 Meter entfernten Bistro (Hauptgebäude) eingestellt wurde und nicht etwa, weil eine erhebliche Versorgungslücke besteht. Dies ist unserer Meinung nach keine sinnvolle Verwendung der „Sozialbeiträge“ aller Studierenden.
Außerdem scheint das Studentenwerk gelegentlich zu vergessen, dass es ein reiner Servicebetrieb für die Studierenden ist (ohne Studis kein Studentenwerk). Insofern macht es durchaus Sinn, gemeinsam mit den studentischen Vertretern an den Themen zu arbeiten.

Übrigens: Anders als Herr Reitz in seinem Statement in den Aachener Nachrichten behauptet vertreten die Studierendenvertreter im Verwaltungsrat des Studentenwerkes natürlich nicht nur die Meinung der LHG, sondern die Meinung des gesamten Studierendenparlamentes. In diesem berichten sie regelmäßig und erhalten über z.B. Meinungsbilder Richtungsweiser für ihre Arbeit.

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