23.07.2008

Stipendiensystem darf keine Zweiklassenstudierendenschaft bedeuten!

Anlässlich der Einrichtung einer Arbeitsgruppe in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern zu einem neuen Stipendiensystem für Studierende erklärt der Vorsitzender der liberalen Hochschulgruppe Aachen, Andreas Achtzehn:
„Wir freuen uns, dass NRW die Leitung in dieser wichtigen Arbeitsgruppe übernehmen wird. Innovationsminister Prof. Pinkwart ist einer der Vordenker einer Private Public Partnership im Stipendienbereich. Wir sind überzeugt, dass ein dezentrales System so wie es von Pinkwart vorgeschlagen wird die besten Ergebnisse liefert. Und das, ohne dass Gelder die den Studierenden nutzen könnten, von bürokratischen ‚Monstern‘ aufgefressen werden.

Ein neues Stipendiensystem darf allerdings nicht in Konkurrenz zur bisherigen Förderung durch Stiftungen und andere Organisationen treten. “

„Gerade im Vergleich zwischen geistes- und ingenieurswissenschaftlichen Studiengängen sehen wir die Gefahr, dass ein Zweiklassensystem entstehen könnte bei dem Studierende durch die Wahl ihres Studienganges benachteiligt werden.”, merkt Philip Wulff, stellvertretender Vorsitzender der Liberalen Hochschulgruppe Aachen und Fraktionsvorsitzender im Studierendenparlament der RWTH Aachen an.

„In der Gestaltung des neuen Stipendiensystems sehen wir viel Potenzial. So könnten wir uns über eine finanzielle Förderung hinaus auch ideelle Förderungen für größere Gruppen von Studierenden vorstellen. Dazu könnten Sommerakademien, die Zurverfügungstellung von Fachliteratur oder auch die Finanzierung umfangreicherer Exkursionen gehören. Der staatliche Anteil an den Kosten darf aber nicht zu Lasten der allgemeinen Hochschulfinanzierung gehen.

Es ist sinnvoll, wenn in die Diskussion über ein Stipendiensystems möglichst viele Akteure eingebunden werden. Wir regen daher die Einrichtung einer entsprechenden Beratungskommission auf Landesebene an, die unter anderem auch aus Studierendenvertretern bestehen sollte.“, schlägt Achtzehn vor.